Diätmittel – Abnehmen mit Genuss?
von Tobias Forster am 05.01.2008
Die Geschichte von Genuss und Verzicht läuft folgendermaßen: Zuerst verzichten und Alternativen suchen. Die können ein bisschen schlechter als das Ausgangsessen schmecken, aber dennoch sollten sie den jeweiligen Geschmack ungefähr treffen. Wenn man sich dann an neue Alternativen gewöhnt hat, kann man wieder neu genießen lernen. Und niemals darf Verzichten weniger essen heißen, denn dann spielt unser Körper nicht mehr mit. Aus diesem Grund entschießen sich viele der Übergewichtigen Alternativen zu finden. Sie haben das ewige Hungern und Fasten satt. Deshalb wird immer öfter zu Light-Produkten gegriffen, die in allen Geschäften als Diätmittel angeboten werden. Die Zusatzbezeichnung light kennzeichnet Produkte mit reduziertem Fett-, Zucker- oder Alkoholanteil. Die Vielzahl dieser, leider meist ziemlich teueren Produkte sollte man jedoch ruhig etwas genauer unter die Lupe nehmen. Damit sich ein Nahrungsmittel kalorien- oder fettreduziert nennen darf, muss es laut Gesetzgeber mindestens 40% weniger Kalorien bzw. Fett enthalten als das ursprüngliche Produkt. Bei Diätmittel mit der Bezeichnung light neigen wir auch dazu uns selber auszutricksen: Aufgrund des verminderten Kalorien- und Fettgehaltes greifen wir hier oft ein zweites Mal zu. Somit hebt sich die Kalorieneinsparung durch die größere Menge wieder auf. Gerade bei der Reduktion von Fett bleibt dabei auch viel Geschmack auf der Strecke schließlich ist dieses aber auch der beste Geschmacksträger. Um die abgespeckten Varianten dem Originals wieder möglichst ähnlich zu machen, werden Zusatzstoffe beigefügt.
Fettreduzierten Produkten wird zur Geschmacksverstärkung meist Zucker und andere Geschmacksträger zugesetzt. Diese verstecken sich bei der Nahrungsdeklarierung meistens unter Begriffen, die für viele Kalorienbewusste gar nicht verständlich sind.
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