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Bleiverglasungstechnik - historischer Abriss


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Schon im Mittelalter wurden im Kunsthandwerk der Bleiverglasung einzelne Glasscheiben durch Sprossen zusammengefügt, um die großen Fensteröffnungen lichtdurchlässig schließen zu können. Die ersten hergestellten Glastafeln, die im Zylinderblasverfahren hergestellt wurden, erreichten nur eine sehr geringe Ausdehnung. Die eigentlichen Bleisprossen fanden erst ihre Verbreitung, als die Fenster neben ihrer eigentlichen Funktion als Lichteinlass auch noch künstlerische Aufgaben übernahmen. Die formbaren Bleiruten waren bestens geeignet, die ornamentalen und figürlichen Abbildungen zusammenzuhalten. Die ersten Bleifelder lassen sich dem 8. Jahrhundert zuordnen. Die Bleiprofile werden seit dem Mittelalter gegossen. Im 15. Jahrhundert wurde das Gießverfahren um ein Ziehverfahren erweitert, welches sich sehr nachteilig in der Stabilität der Bleifelder bemerkbar machte und deswegen später nicht mehr angewendet wurde.
Die traditionelle Technik des Bleiverglasens gibt es seit mehr als 1000 Jahren. Sie ist erstaunlicherweise fast unverändert geblieben und nur in einigen Bereichen optimiert worden. Durch die Erfindung des Glasschneiders und das Einsetzen von Elektro- oder Gaslötkolben konnte der immense Zeitaufwand beim Herstellen einer Bleiverglasung zwar erheblich reduziert werden, ist aber immer noch sehr hoch. Eine fertige Verglasung hält einige Jahrhunderte lang und ist fast unverwüstlich. Alte Überbleibsel dieser faszinierenden Kunst findet man nur noch in wenigen erhalten gebliebenen Verglasungen in Deutschland. In England, Australien, der Schweiz und den USA sind diese bunten Gläser wesentlich häufiger zu finden.
In der Gegenwart gibt es eine neuere Technik der Bleiverglasung, die in Deutschland seit ungefähr 15 Jahren Anwendung findet. Dabei werden auf eine komplette Scheibe verschiedene Beschichtungen in unterschiedlichsten Farben aufgebracht, die dem Glas eine antike Optik verleihen. Hinterher werden sehr flache Bleistreifen als Motivlinien auf die Scheibe aufgearbeitet. Auf diese Weise entsteht die in der Bleiverglasung bekannte Optik, mit einzelnen, voneinander abgegrenzten farbigen Feldern.
Diese neuere Technik bietet zusätzliche Einsatzmöglichkeiten. Motive können viel filigraner dargestellt werden, Hilfslinien werden auch nicht mehr benötigt. Als durchgehende Basisscheibe können sowohl Sicherheitsgläser, Verbundglas, Acryl oder alle anderen Spezialgläser eingesetzt werden. Auch verschiedenste Isolierglasvarianten sind problemlos verwendbar. Sehr beliebte Einsatzgebiete für heutige Bleiverglasungen sind Glaseinsätze für Innentüren, Scheiben von Wintergärten, Fensterverglasungen, Spiegelwände oder Beleuchtungselemente für Decken und Wände.
 

Weitere Informationen hier:
http://www.dukasi.de/

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